Montag, 12. Mai 2008
Von den Anfängen... Teil 1
susisdiary, 21:15h
Liebe, ein unbegreifliches Mysterium. Ein Wort, indem so vieles steckt, das so viel Gefühl enthält, wie kaum ein anderes, und dennoch fern von allem Greifbaren. Jeder meint zu wissen, was mit diesem Wort gemeint ist, aber eine Erklärung für dieses Phänomen gibt es nicht, jedenfalls nicht, wenn man die Wissenschaftler nicht mit einbezieht. Der einfache Mann auf der Straße wird ihnen auf die Frage hin, was denn eigentlich Liebe sei, irgendeine plakative Antwort liefern, vielleicht fällt ihm sogar etwas romantisches, philosophisches oder poetisches ein, aber eine eindeutige Definition werden sie nicht erhalten können.
Liebe ist ein Gefühl, das jeder auf seine Weise erfährt. Dabei spielt es keine Rolle, ob das Gefühl so wie in Kitschromanen oder in Hollywoodschinken versinnbildlicht wird, Hauptsache man fühlt es. Das Wie sollte hier, denke ich, nicht von Bedeutung sein.
Liebe ist eine Empfindung, die manchmal seltsame Wege geht. Diese Wege sind so unergründlich, dass wir meist von Schicksal oder der wahren Liebe reden, wenn wir diese Art von Liebe antreffen. Es scheint zu zufällig, wie manche Komponenten und Menschen aufeinander treffen, ohne dass kein höheres Prinzip dahinter stünde, und so entstand der Wunsch nach dem einzig richtigen Partner.
Von dieser großen, einzig wahren Liebe wird ständig gesprochen, überall ist es zu lesen, und immer wieder stellt sich die alles entscheidende Frage: Gibt es sie, oder gibt es sie nicht? Auch ich kann ihnen diese Frage nicht beantworten, jedoch bin ich einer Antwort sehr nahe.
Alles fing ganz unschuldig und unwissend vor wenigen Jahren an einem herrlich heißen Sommertag an, an dem sie im Radio gerade „Girl like you“ von The Troggs spielten. Ich weiß, es ist ein altes Lied, aber dank genau dieses Songs passierte etwas völlig überraschendes. Man schrieb das Jahr 1999, und ich erwartete sehnsüchtig meinen siebzehnten Geburtstag.
„I want to spend my life with a girl like you, bababababa babababa“, dröhnte es aus den Radioboxen.
Der Radio schepperte, und freudig drang die Frage des Liedes “Can I dance with you?“ an mein Ohr. Ich saß gemütlich auf einem Gartenstuhl, den ich im Schatten der Terrasse neben dem großen Tisch platziert hatte. Hier war es einfach angenehm; in der Sonne wäre ich wahrscheinlich wie Butter zerlaufen, aber im kühlen Schatten ließ es sich aushalten. Während ich die Augen geschlossen hatte und mich völlig auf das Lied konzentrierte, hörte ich, wie sich jemand zu mir an den Tisch setzte. Rasch machte ich die Augen auf und sah, wie mein Cousin Jan neben mir Platz genommen hatte und sich genüsslich die eiskalte Zitronenlimonade einschenkte, die auf dem Terrassentisch griffbereit stand.
Blinzelnd fragte er mich: „Sag mal Susi, wo bleibt denn der Max? Solange braucht der doch nicht, um Eis zu holen, oder doch?“
„Ich habe keine Ahnung. Vielleicht hat er ja noch jemanden getroffen und hat sich fest gequatscht“, antwortete ich und schloss wieder langsam die Augen.
„Der bringt es noch fertig, und kommt mit geschmolzenem Eis vorbei!“, entgegnete Jan ärgerlich, doch ich wollte mich nicht darüber ärgern, schließlich wollte ich das Lied zu Ende hören.
Es kam anders. Gerade als ich mich wieder mit meiner ganzen Aufmerksamkeit dem Lied widmen wollte, hörte ich Schritte. Genervt von der erneuten Störung riss ich meine Augen auf und setzte mich aufrecht hin. Dem Störenfried wollte ich den Marsch blasen! Blitzartig drehte ich mich im Stuhl herum, damit ich dem Störenfried in die Augen sehen konnte. Ich wollte gerade meine Stimme erheben, doch da blieb mir das Wort im Halse stecken.
Hinter mir waren mein Cousin Max mit seinen Freunden Dennis und Florian aufgetaucht, die mir breit grinsend das abgepackte Eis aus der Eisdiele entgegen hielten. Verblüfft sah ich das Trio an. Jan sprang in dem Moment von seinem Stuhl auf, eilte zu dem Trio und entriss ihnen das Paket.
Mürrisch sagte er: „Na das wird aber auch Zeit! Hat ja lange gedauert! Was macht ihr beiden eigentlich hier?“
„Willst du nicht ein paar Schüsseln holen, schließlich können wir das Eis schlecht so Essen. Sei ein guter Gastgeber und kümmere dich darum!“, meinte Max lächelnd dazu und ließ sich auf einen Stuhl fallen, der genau neben meinem stand.
Dennis und Florian taten es ihm gleich. Dennis nahm neben Max Platz, und Florian saß gegenüber von mir. Ich begrüßte die beiden und musste feststellen, dass Florian mir wieder lieber in den Ausschnitt als ins Gesicht sah, aber heute war mir das gleich. Heute wollte ich mich nicht über ihn aufregen, so schwer es mir fiel.
Während ich mich noch heimlich über Florian wurmte, wand sich Max höflich an mich: „Entschuldige, dass es länger gedauert hat, aber die beiden haben mich ein wenig abgelenkt. Da sie eine wahnsinnig tolle Neuigkeit haben, dachte ich, sie kommen am besten mit und erzählen es euch selbst.“
„Da bin ich aber gespannt!“, verkündete ich strahlend und fragte mich, was das denn für eine Neuigkeit sein konnte, aus der man ein solches Geheimnis machen musste.
Auf eine erklärende Antwort brauchte ich nicht lange zu warten. Nur wenige Minuten später kam Jan zusammen mit meinem kleinen Bruder Frank schwer bepackt aus dem Haus zurück. Frank trug das Besteck und ein paar Servierten. Wie immer hatte er sich das Leichteste herausgesucht. Im Gegensatz zu ihm balancierte Jan die großen, teuren Glasschüsseln meiner Tante, die sie zu ihrer Hochzeit bekommen hatte. Kaum hatten sich die beiden zu uns an den Tisch gesetzt und das Eis war verteilt, gab Max seinem Freund Dennis einen leichten Stoß in die Seite.
Dennis zuckte kurz zusammen und begann dann das Geheimnis zu lüften: „Ich habe vor fast zwei Stunden mit Daniel telefoniert. Er hat es endlich geschafft!“
Dennis machte eine gezielte Pause. Wahrscheinlich wollte er testen, wie Jan, Frank und ich darauf reagierten, aber wir drei zeigten uns recht unbeeindruckt. Mit vollen Backen sahen die beiden „Kleinen“ Dennis gelangweilt an.
Liebe ist ein Gefühl, das jeder auf seine Weise erfährt. Dabei spielt es keine Rolle, ob das Gefühl so wie in Kitschromanen oder in Hollywoodschinken versinnbildlicht wird, Hauptsache man fühlt es. Das Wie sollte hier, denke ich, nicht von Bedeutung sein.
Liebe ist eine Empfindung, die manchmal seltsame Wege geht. Diese Wege sind so unergründlich, dass wir meist von Schicksal oder der wahren Liebe reden, wenn wir diese Art von Liebe antreffen. Es scheint zu zufällig, wie manche Komponenten und Menschen aufeinander treffen, ohne dass kein höheres Prinzip dahinter stünde, und so entstand der Wunsch nach dem einzig richtigen Partner.
Von dieser großen, einzig wahren Liebe wird ständig gesprochen, überall ist es zu lesen, und immer wieder stellt sich die alles entscheidende Frage: Gibt es sie, oder gibt es sie nicht? Auch ich kann ihnen diese Frage nicht beantworten, jedoch bin ich einer Antwort sehr nahe.
Alles fing ganz unschuldig und unwissend vor wenigen Jahren an einem herrlich heißen Sommertag an, an dem sie im Radio gerade „Girl like you“ von The Troggs spielten. Ich weiß, es ist ein altes Lied, aber dank genau dieses Songs passierte etwas völlig überraschendes. Man schrieb das Jahr 1999, und ich erwartete sehnsüchtig meinen siebzehnten Geburtstag.
„I want to spend my life with a girl like you, bababababa babababa“, dröhnte es aus den Radioboxen.
Der Radio schepperte, und freudig drang die Frage des Liedes “Can I dance with you?“ an mein Ohr. Ich saß gemütlich auf einem Gartenstuhl, den ich im Schatten der Terrasse neben dem großen Tisch platziert hatte. Hier war es einfach angenehm; in der Sonne wäre ich wahrscheinlich wie Butter zerlaufen, aber im kühlen Schatten ließ es sich aushalten. Während ich die Augen geschlossen hatte und mich völlig auf das Lied konzentrierte, hörte ich, wie sich jemand zu mir an den Tisch setzte. Rasch machte ich die Augen auf und sah, wie mein Cousin Jan neben mir Platz genommen hatte und sich genüsslich die eiskalte Zitronenlimonade einschenkte, die auf dem Terrassentisch griffbereit stand.
Blinzelnd fragte er mich: „Sag mal Susi, wo bleibt denn der Max? Solange braucht der doch nicht, um Eis zu holen, oder doch?“
„Ich habe keine Ahnung. Vielleicht hat er ja noch jemanden getroffen und hat sich fest gequatscht“, antwortete ich und schloss wieder langsam die Augen.
„Der bringt es noch fertig, und kommt mit geschmolzenem Eis vorbei!“, entgegnete Jan ärgerlich, doch ich wollte mich nicht darüber ärgern, schließlich wollte ich das Lied zu Ende hören.
Es kam anders. Gerade als ich mich wieder mit meiner ganzen Aufmerksamkeit dem Lied widmen wollte, hörte ich Schritte. Genervt von der erneuten Störung riss ich meine Augen auf und setzte mich aufrecht hin. Dem Störenfried wollte ich den Marsch blasen! Blitzartig drehte ich mich im Stuhl herum, damit ich dem Störenfried in die Augen sehen konnte. Ich wollte gerade meine Stimme erheben, doch da blieb mir das Wort im Halse stecken.
Hinter mir waren mein Cousin Max mit seinen Freunden Dennis und Florian aufgetaucht, die mir breit grinsend das abgepackte Eis aus der Eisdiele entgegen hielten. Verblüfft sah ich das Trio an. Jan sprang in dem Moment von seinem Stuhl auf, eilte zu dem Trio und entriss ihnen das Paket.
Mürrisch sagte er: „Na das wird aber auch Zeit! Hat ja lange gedauert! Was macht ihr beiden eigentlich hier?“
„Willst du nicht ein paar Schüsseln holen, schließlich können wir das Eis schlecht so Essen. Sei ein guter Gastgeber und kümmere dich darum!“, meinte Max lächelnd dazu und ließ sich auf einen Stuhl fallen, der genau neben meinem stand.
Dennis und Florian taten es ihm gleich. Dennis nahm neben Max Platz, und Florian saß gegenüber von mir. Ich begrüßte die beiden und musste feststellen, dass Florian mir wieder lieber in den Ausschnitt als ins Gesicht sah, aber heute war mir das gleich. Heute wollte ich mich nicht über ihn aufregen, so schwer es mir fiel.
Während ich mich noch heimlich über Florian wurmte, wand sich Max höflich an mich: „Entschuldige, dass es länger gedauert hat, aber die beiden haben mich ein wenig abgelenkt. Da sie eine wahnsinnig tolle Neuigkeit haben, dachte ich, sie kommen am besten mit und erzählen es euch selbst.“
„Da bin ich aber gespannt!“, verkündete ich strahlend und fragte mich, was das denn für eine Neuigkeit sein konnte, aus der man ein solches Geheimnis machen musste.
Auf eine erklärende Antwort brauchte ich nicht lange zu warten. Nur wenige Minuten später kam Jan zusammen mit meinem kleinen Bruder Frank schwer bepackt aus dem Haus zurück. Frank trug das Besteck und ein paar Servierten. Wie immer hatte er sich das Leichteste herausgesucht. Im Gegensatz zu ihm balancierte Jan die großen, teuren Glasschüsseln meiner Tante, die sie zu ihrer Hochzeit bekommen hatte. Kaum hatten sich die beiden zu uns an den Tisch gesetzt und das Eis war verteilt, gab Max seinem Freund Dennis einen leichten Stoß in die Seite.
Dennis zuckte kurz zusammen und begann dann das Geheimnis zu lüften: „Ich habe vor fast zwei Stunden mit Daniel telefoniert. Er hat es endlich geschafft!“
Dennis machte eine gezielte Pause. Wahrscheinlich wollte er testen, wie Jan, Frank und ich darauf reagierten, aber wir drei zeigten uns recht unbeeindruckt. Mit vollen Backen sahen die beiden „Kleinen“ Dennis gelangweilt an.
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